Montag, 24. August 2015

Die Verschmutzung des Planeten habe auch ich verursacht


Die Verschmutzung des Planeten ist nur die Spiegelung im Außen von einer psychischen Verschmutzung im Inneren, ein Spiegel für die Millionen von unbewussten Menschen, die keine Verantwortung für ihren inneren Raum übernehmen.“
Ein Satz von Eckhard Tolle, spiritueller Lehrer und Bestsellerautor
Dieser Satz gibt mir zu denken, als ich gerade das hier erlebe.
Wie fast jeden Abend laufe ich zum Meer hinunter und gehe schwimmen.
Als ich hinter die Boje tauche kommt mir plötzlich mit einer Welle ein geschredderter Müllhaufen entgegen. Plastikteile in weiß und blau und etwas Toilettenpapier sind zu erkennen. Die organischen Teile haben wahrscheinlich schon die Fische gegessen.
Ist mir da gerade der Spiegel meines unbewussten Innenlebens entgegengeschwommen?
Oder sind es die Yachtbesitzer die ihren Müll entsorgen, weil sie einfach Ordnung in ihrem kleinen Bereich haben wollen und sich denken, aus den Augen aus dem Sinn, schwupp, mit dem Krempel über Bord.
Angewidert steige ich aus dem Wasser und reibe mir die Teile, die noch an meiner Haut kleben ab. Das ist nur der Müll den ich sehen kann. Ich möchte nicht wissen was da noch so unsichtbar im Wasser schwimmt. Einige Hotels leiten ihr Abwasser auch ins Meer und wir wundern uns warum uns die Haut juckt.
Ich bin entsetzt und habe das Gefühl alles ist verdreckt. Wohin kann ich jetzt noch gehen?
Zu hause unter Dusche seife ich mich gründlich ein und spüle meine Haare mit Weichmacher aus.
In dem Moment wird mir klar, dass ich auch Substanzen in den Abfluss spüle in denen ich eventuell später wieder bade.
Genauso wie ich jeden dritten Tag einen Berg mit Plastikmüll entsorge.
Der Gedanke daran, dass ich innerlich auch vermüllt bin, ist mir unheimlich.
Bei der Frage, was ich persönlich daran ändern kann, fällt mir ein, dass ich auch Freude daran habe, Schnäppchen im Kleidungsmarkt zu erhaschen. Dabei empfinde bin ich froh wenn ich diese Kleider trage, noch dazu wenn ich dafür Komplimente bekomme und anderen das Bild auch gefällt. Wer denkt dann an die Massenproduktion in China, die Menschen ausbeutet und die Luft verpestet.
Auch wenn ich einen Saft presse mit Ananas und Grapefruit und der meinen Freunden mundet, denke ich nicht daran wie Tonnen von Ananas per Flugzeug nach Deutschland transportiert werden. Damit diese Früchte keine Obstfliegen anziehen und nicht so schnell schimmeln werden sie mit Chemie präpariert die wiederum den Boden und was weiß ich noch alles verseuchen. Ebenso ging es mir mit dem leckeren Schinken den wir uns zum Sonntagsfrühstück immer grillen. Erst als mich Videos bei youtoube erreichten wo zu sehen war wie Schweine gehalten und geschlachtet wurden, war mir schlecht.
Ich bin etwas ratlos was ich nun tun kann. Wo finde ich jetzt Nahrung in der was drin steckt die nicht gequält gezüchtet wird. Bei der keine Energien überstrapaziert werden mit Profitgedanken. Wo fängt der Kreislauf an. Wenn ich mehr Geld verdiene, kann ich dann natürliche, regionale Produktion fördern und dezent konsumieren? Womit kann ich Geld verdienen ohne, mit eine Faser die Natur zu schädigen?
Heute bin ich wieder zum Meer gelaufen und war schwimmen.

Das Wasser schien erstaunlich sauber, weich und warm.






Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen