Sonntag, 30. August 2015

Das Foto


Immer wenn ich schöne Dinge sehe will ich ein Foto machen.
Seit ich bei Facebook bin poste ich diese Bilder auch gerne, um das was ich gesehen habe zu teilen.  Heute bin ich mit einem Freund im Park spazieren. Wir laufen über grüne Wiesen, vorbei an alten Eichen hin zu einem vergoldeten Pavillon. Am Eingang stehen golden Skulpturen die Musiker darstellen. Ein Mann hält eine Flöte, eine sitzende Dame spielt die Harfe und ein stehendes Mädchen hält ein Tamburin.
Davor steht ein großer Busch, der voll mit rosa Blüten hängt.
Die Sonne hängt am westlichen Himmel. Im Teegarten sitzen entspannt Leute und genießen die Ruhe. Eine Dame trägt einen weißen Hut und ein Herr hält ein Buch in der Hand. Ich fotografiere alles. Mein Begleiter, ein guter Freund von mir, hält im Gehen auf einmal inne und sagt, kannst du es bitte für einem Moment lassen.
Was denn, frage ich erstaunt.
Das Fotografieren. Die Bilder mache ich für facebook, sage ich.
Aber Du kannst die Zeit hier doch gar nicht genießen.
Gut, ich lasse mein Handy in der Tasche. Er sagt ich fotografiere schon lange nicht mehr ich lebe einfach und fühle mich wohl.
Hör mal, sage ich, die Vögel zwitschern und wie der Wind meine Haut streichelt, das ist schön. Du bist auch schön sagt der Freund.

Am liebsten hätte ich jetzt ein Foto von uns gemacht.

Montag, 24. August 2015

Was hat die Flüchtlingswelle mit mir zu tun

Was hat die Flüchtlingswelle mit mir zu tun

Jetzt hat es mich auch erreicht. Seit dem bin ich traurig und muss viel nachdenken. Heut Morgen war ich bei Minus in einer Galerie in Ibiza. Erst sprachen wir mit Frau Micus und einem Ärzteehepaar aus Deutschland über Kunst. Dann erwähnten sie die Flüchtlingsfluten in Deutschland und lösten eine Diskussion aus.
 Ich war schockiert.
Ich wusste nichts davon, weil ich kaum fern sehe, keine Presse lese und selten bei Facebook reinschaue. 
Ich kann den Traum nach Freiheit und Wohlstand verstehen. Den haben wir alle. 
Was hat das alles zu bedeuten. Da wollen welche etwas von unserem Kuchen abhaben, dem wir uns gar nicht bewusst sind. Vor allem dann, wenn wir uns so durch den Alltag jammern. Die, die wenig Geld verdienen in Deutschland, die sich vielleicht keinen Urlaub für ihre Kinder leisten können oder die Reichen die auch jammern, weil sie älter werden und sich nicht mehr schön genug finden...und all die anderen Unzufriedenen. Wollen wir von diesem Kuchen etwas abgeben? 
Der deutsche Arzt meinte, am schwierigsten stellt er sich die Integration von Kindern und Jugendlichen vor, die in Umgebung von Gewalt und Krieg aufgewachsen sind. 
Ja das wird schwer. Was können wir jetzt tun?
Sind es die Politiker die jetzt die Suppe auslöffeln müssen, die sie sich eingebrockt haben?Sind Kriege die dort herrschen, wo die Menschen flüchten, nicht auch unterstützt von denen und deren Waffenhandel? Ist es ein Bumerangeffekt?
Ich kenn mich wirklich nicht aus mit Politik aber ganz naiv denke ich, ärmere Länder angleichen als aller Erstes. Vor Ort, weltweit.
Heute bin ich wirklich nachdenklich. Ist das was da gerade passiert auch ein Spiegel unseres Inneren? „Das ist alles nur ein Spiegel“ so sagen einige bekannte Bewußtseins Coaches und spirituelle Lehrer. So heißt ja sogar die Zeitung der Spiegel, in der diese Geschichten geschrieben sind. 
Flüchte ich etwa vor meinen eigenen Aufgaben an dem Ort wo ich bin und zahle dafür an Blender die mich aufhalten? Was kann ich tun? Schließlich hat mich die Nachricht auch erreicht, das muss einen Grund geben.
Ungute Gefühle, gegenüber dem Menschen, im Allgemeinen schleichen sich an.
Warum teilen wir nicht gerecht, warum gönnen wir dem anderen nichts, warum handeln wir mit Waffen, warum bereichern sich andere in dem sie andere ausbeuten, usw.
An all das habe ich letzte Woche noch nicht gedacht, als ich die dreistöckigen Yachten, mit dem vielen Personal, im Hafen von Ibiza bewundert habe und auf der Party von Paris Hilton, im Amnesia war.
Ich bin nach wie vor dankbar für mein Leben. Ich weiß mein Glück täglich mehr zu schätzen und freue mich über den inneren Frieden der schwankend in mir wächst. 
Das lass ich mir auch nicht zerstören, vielmehr möchte ich andere daran teilhaben lassen.
Wie jeden Sonntag habe ich einen Kuchen gebacken und jetzt bin gerade auf dem Weg zu meinen Nachbarn. Ich gebe ihnen, allen ein Stück ab.





Die Verschmutzung des Planeten habe auch ich verursacht


Die Verschmutzung des Planeten ist nur die Spiegelung im Außen von einer psychischen Verschmutzung im Inneren, ein Spiegel für die Millionen von unbewussten Menschen, die keine Verantwortung für ihren inneren Raum übernehmen.“
Ein Satz von Eckhard Tolle, spiritueller Lehrer und Bestsellerautor
Dieser Satz gibt mir zu denken, als ich gerade das hier erlebe.
Wie fast jeden Abend laufe ich zum Meer hinunter und gehe schwimmen.
Als ich hinter die Boje tauche kommt mir plötzlich mit einer Welle ein geschredderter Müllhaufen entgegen. Plastikteile in weiß und blau und etwas Toilettenpapier sind zu erkennen. Die organischen Teile haben wahrscheinlich schon die Fische gegessen.
Ist mir da gerade der Spiegel meines unbewussten Innenlebens entgegengeschwommen?
Oder sind es die Yachtbesitzer die ihren Müll entsorgen, weil sie einfach Ordnung in ihrem kleinen Bereich haben wollen und sich denken, aus den Augen aus dem Sinn, schwupp, mit dem Krempel über Bord.
Angewidert steige ich aus dem Wasser und reibe mir die Teile, die noch an meiner Haut kleben ab. Das ist nur der Müll den ich sehen kann. Ich möchte nicht wissen was da noch so unsichtbar im Wasser schwimmt. Einige Hotels leiten ihr Abwasser auch ins Meer und wir wundern uns warum uns die Haut juckt.
Ich bin entsetzt und habe das Gefühl alles ist verdreckt. Wohin kann ich jetzt noch gehen?
Zu hause unter Dusche seife ich mich gründlich ein und spüle meine Haare mit Weichmacher aus.
In dem Moment wird mir klar, dass ich auch Substanzen in den Abfluss spüle in denen ich eventuell später wieder bade.
Genauso wie ich jeden dritten Tag einen Berg mit Plastikmüll entsorge.
Der Gedanke daran, dass ich innerlich auch vermüllt bin, ist mir unheimlich.
Bei der Frage, was ich persönlich daran ändern kann, fällt mir ein, dass ich auch Freude daran habe, Schnäppchen im Kleidungsmarkt zu erhaschen. Dabei empfinde bin ich froh wenn ich diese Kleider trage, noch dazu wenn ich dafür Komplimente bekomme und anderen das Bild auch gefällt. Wer denkt dann an die Massenproduktion in China, die Menschen ausbeutet und die Luft verpestet.
Auch wenn ich einen Saft presse mit Ananas und Grapefruit und der meinen Freunden mundet, denke ich nicht daran wie Tonnen von Ananas per Flugzeug nach Deutschland transportiert werden. Damit diese Früchte keine Obstfliegen anziehen und nicht so schnell schimmeln werden sie mit Chemie präpariert die wiederum den Boden und was weiß ich noch alles verseuchen. Ebenso ging es mir mit dem leckeren Schinken den wir uns zum Sonntagsfrühstück immer grillen. Erst als mich Videos bei youtoube erreichten wo zu sehen war wie Schweine gehalten und geschlachtet wurden, war mir schlecht.
Ich bin etwas ratlos was ich nun tun kann. Wo finde ich jetzt Nahrung in der was drin steckt die nicht gequält gezüchtet wird. Bei der keine Energien überstrapaziert werden mit Profitgedanken. Wo fängt der Kreislauf an. Wenn ich mehr Geld verdiene, kann ich dann natürliche, regionale Produktion fördern und dezent konsumieren? Womit kann ich Geld verdienen ohne, mit eine Faser die Natur zu schädigen?
Heute bin ich wieder zum Meer gelaufen und war schwimmen.

Das Wasser schien erstaunlich sauber, weich und warm.






Sonntag, 23. August 2015

Ich bin eine Vieldenkerin


Wie oft habe ich schon von Freunden und Bekannten den Satz gehört, „Du denkst zu viel“.
Ja, ich gehöre zu den Vieldenkern auf dieser Welt. Meistens macht diese Denkerei aber auch Sinn für mich. Ich gewinne neue Erkenntnisse und ziehe meinen persönlichen Nutzen daraus.
So denke ich über mein Leben nach, über Personen die mir begegnen und Situation die mir passieren. Manches mal ist es so viel, dass ich kaum schlafen kann.
Manches mal möchte ich nachts gerne noch eine Freundin anrufen und berichten was in mir und um mich herum vorgeht.  Das hat nicht immer funktioniert, weil manche Leute nachts wirklich schlafen. Andrere haben jede Menge wichtige Termine und kaum noch Zeit für ein Gespräch. Eine meiner besten Freundinnen ist im Moment auch noch verliebt. Wir kommen kaum noch dazu zu telefonieren. Immer ist sie mit ihrem Neuen unterwegs. Aber jetzt habe in meinem Laptop einen geduldigen Zuhörer gefunden, der fast stets zur Stelle ist. Ich möchte Euch anbieten, mit mir zu plaudern und nachzudenken, wann immer ihr wollt.

Auf diesem Blog Gedanken und Geschichten. Herzliche Grüße Claudia Constanze Lorenz